Seit ein paar Wochen teste ich den GPS-Tracker i-GotU GT-100.
Zunächst aber eine kurze Beschreibung, was GPS ist und wofür was das Ganze mit Kameras oder Bildern zu tun hat.
GPS dürfte jeder zumindest schonmal im Zusammenhang mit Navigationssystemen gehört haben. Mit GPS (Global Positioning System) kann man den eigenen Standort mittels verschiedener Satelliten bestimmen. Ok und was liegt da näher, diese Daten nicht auch in die Bilder zu schreiben? Die Exifdaten sehen ja unter anderem auch Informationen zum Längen- und Breitengrad vor.
Allein an passender Hard- und Software mangelte es in den letzten Jahren. Das ist nun schon seit einiger Zeit anders und aktuell fallen auch die Preise für GPS-Tracker. Daher auch der Test des i-GotU GT-100.
Nun schnell nochwas zur Funktionsweise eines GPS-Trackers:
Ein GPS-Tracker nimmt alle soundsoviel Sekunden die aktuelle Position auf und speichert sie in einer internen Logdatei. Diese Datei kann meist über die mit dem Tracker ausgelieferte Software verarbeitet werden. Sei es, um das Resultat bei Google Earth oder -Maps anzuschauen oder es weiterzuverarbeiten. Je öfter ein solcher Trackpunkt gespeichert wird, umso genauer ist letztendlich das Ergebnis. Die Frage ist immer, wie genau man selbst das Ergebnis braucht. Muss es wirklich auf den Meter genau stimmen oder reicht ein ungefährer Wert?
So, jetzt gehts aber wirklich los:
Ich habe den iGotU so eingestellt, dass er alle 6s eine Positionsabfrage durchführt. So sind die Ergebnisse für mich ok und der Stromverbrauch hält sich in Grenzen. Würde ich jede Sekunde eine Abfrage machen, würde der Akku nur ungefähr 4,5h halten. Ok, das reicht für den Gelegenheitsfotografen auch völlig aus, zumal man ja das Geät abschalten kann, wenn mans mal nicht braucht (wenn man beispielsweise auf der Fototour eine Kaffeepause einlegt). Aber wie gesagt, sechs Sekunden sind auch ok und laut dazugehöriger Software reicht die Akkuladung so rund zehn Stunden. Komischerweise bei fünf Sekunden auch nur 4h.
Mir ist aufgefallen, dass der Tracker immer Tracklogs mit 6000 Trackpunkten anlegt und dann eine neue Datei anfängt. Auch wenn man unterwegs ist und das Gerät zwischendurch mal ausschaltet, wird solange in die Datei geschrieben, bis die 6000 Trackpunkte voll sind. Einzige Ausnahme ist, wenn man das Gerät am nächsten Tag wieder einschaltet. Insgesamt passen rund 17000 Trackpunkt auf das Gerät, was für Tagestouren meiner Meinung nach völlig ausreichend ist.
Der GT-100 wird mit einem Dock geliefert, was per USB an den Rechner angeschlossen werden kann. Über das Dock werden die Logs herunter- und das Gerät aufgeladen. Auch ist im Lieferumfang eine Schutzhülle aus Gummi enthalten (das blaue Ding auf dem Foto), sodass der Tracker ruhig mal runterfallen kann. Einzig die Anzeige der LEDs und die Bedienung haben mich anfangs etwas verwirrt, weil es eben nur eine Taste gibt, mit der man das Gerät ein- und ausschalten und auch starten kann. Aber das kriegt man dann doch recht schnell raus.
Begeistert bin ich auch vom eingebauten SiRF III-Chipsatz. Das ist das Teil, was für den Empfang der GPS-Daten zuständig ist. Das Gerät empfängt fast überall zuverlässig GPS-Daten ohne Probleme. Im Wald unter Bäumen, selbst im Bus, wenn das Gerät nur ab- und zu Sichtkontakt zur Außenwelt (den Satelliten) hat. Da habe ich mit meinem PDA älteren Datums schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Aber hier, kein Problem.
Kommen wir zur mitglieferten Software:
Mitgeliefert wird die Software “i-got U Desktop”.

Das Programm dient einerseits dazu, den Tracker zu konfigurieren und andererseits kann man damit die Tracks vom Gerät holen und beispielsweise nach Google Earth exportieren. Oder Fotos hinzufügen und das ganze im Web veröffentlichen. Mit letzterer Funktion habe ich mich nicht beschäftigt, weil das Programm bei vielen Trackpunken sehr langsam wird. Ich benutze das Programm hauptsächlich zum Herunterladen der Logdatei(en), dem Exportieren des Tracklogs nach GPX (dem universellen GPS-Format), zum Entfernen überflüssiger Trackpunkte oder zum Löschen der Tracklogs auf dem Gerät. Insofern ist die Software schon wichtig. Die Zuordnung der Bilder zu den Koordinaten machen ich allerdings mit FixFoto. Wie das dort funktioniert, hat mein Freund Manfred mal beschrieben.
Fazit:
Alles in allem ist das Gerät vielleicht nicht perfekt (ich hätte mir beispielsweise ein dezentes, schwarzes Gehäuse gewünscht und vielleicht wäre ein austauschbarer Akku auch gut), aber insgesamt ist es für Gelegenheitsfotografen wie mich völlig ausreichend. Und der Preis von rund 50,- € macht den GT-100 zusätzlich attraktiv. Wer das Gerät jetzt kaufen möchte, kann es u.a. im Panodapter-Shop bekommen.
Achja, und für interessierte habe ich mal eine KMZ-Datei erstellt, die einerseits den Track zeigt (die grüne Linie) und andererseits die mit FixFoto eingebetteten Bilder.
Michael Frommenwiler berichtet in den Kommentaren von einem Treiber für Linux und Mac OSX. Damit lassen sich die Tracks auslesen, aber bisher nicht im Gerät löschen. Das sollte aber kein Problem darstellen, da die alten Trackpunkte von neueren überschrieben werden.
Hallo zusammen,
ich hab den i-gatU 100, nun hab ich das Problem das er nicht die ganze Tour, sondern er beendet einfach die Aufzeichnung nach einer gewissen Zeit.
Weiss da jemand von Euch eine Lösung?
Vielleicht ist der Akku defekt? Schick das Gerät doch wieder ein, wenn die Garantie noch nicht abgelaufen ist.
Hallo,
ich habe einen GPS-Tracker I-GotU GT 100 und möchte ihn als JPS -Antenne zum Routenplaner “Großer Reiseplaner” nutzen. Habe mehrfach versucht, die Konfiguraion hinzukriege. Aber ohne Erfolg. Kann mir da jemand weiterhelfen.
Gruß Willi
@micha
wenn ich ihn nach einer Stunde aus- und wieder einschalte zeichnet er bis am Ende der Tour ca.2 Stunden auf.
Gruss
Bruno
Hallo
Ich habe mir ein i-gotU GT200 gekauft. Hier funktioniert es einwandfrei. Jetzt gehe ich aber in die USA. Meine Frage: Muss ich jetzt die Zeit für Arizona eingeben und das gleiche bei meinem Fotoapparat? Was passiert, wenn ich in eine andere Zeitzone fahre? Kann ich die Einstellung bei i-gotU und Fotoapparat mit der hiessigen Zeit belassen?
Der Tracker nimmt immer UTC-Zeit. Wenn du in deiner Kamera die Zeit der dortigen Zeitzonen eingibst, musst du später beim Zuordnen der Bilder nur die jeweilige Differenz zu UTC beachten und einstellen.
Hallo micha
Vielen Dank für deinen Tip! Wenn ich dich richtig verstehe, dann stelle ich die Camera zum Beispiel in LA auf die Lokale Zeit. Wenn ich dann in Chicago bin, müsste ich beim zuordnen der Bilder -1 rechnen. (LA ist -7 und Chicago -6) Wenn ich aber nur den gefahrenen Weg auf der Karte sehen möchte, da muss ich nichts einstellen. Stimmts? Werde es versuchen. Werde dann meine Erfahrung mitteilen!
Nein, du musst beim Zuordnen der Bilder immer von UTC ausgehen. Wenn in LA also UTC -7 und in Chigaco UTC -5, dann musst du das dem Programm so mitgeben. Referenz ist immer UTC.
Wenn du aber deine Kamera von vorneherein auf UTC einstellst, musst du nix weiter machen. Dann hast du nur das Manko, dass die Exifdaten in den Bildern eben nicht die vor Ort herrschende Zeit anzeigen.
Die Trackliste kannst du dir unabhängig von den zeitlichen Gegebenheiten anschauen. Wenn der GT-200 die Tracks auch als GPX-Datei ausgibt, kannst du diese sogar direkt in Google Earth öffnen und die Strecke dort anzeigen.
an hari37666
Hallo Hans, hast Du die “Docking Station ” für den GT-100 noch ?
Gruß
Matthias
Hallo Matthias,
liegt noch untätig vor mir. Stammt aus einem Garantiefall.
Gruß Hans
Hallo Hans,
dann melde Dich doch mal bei mir:
ping_eastwood
(at)
hotmail
(dot)
com
Das uebliche, die Teile in Klammern ersetzten (-;
Einen schoenen Tag noch
Matthias
Habe einen Treiber für Mac und Linux gefunden.
https://launchpad.net/igotu2gpx/+download
Bei mir auf dem Mac kann ich jetzt die Tracks downloaden. Wie ich sie auf dem Gerät löschen kann, muss ich noch rausfinden.
lg aus der schönen Schweiz
Danke für den Hinweis, ich hab das mal mit in den Beitrag übernommen.
Ich hab da mal eine Frage. Passt die Dockingstation des GT100 auch auf das GT120?
Wenn ja, kann man die Dockingstation noch irgendwo erwerben?
Für Antworten wäre ich sehr dankbar!
Liebe Grüße
Helmut
Da hab ich keine Ahnung. Von der Größe her (wie ich auf der i-GotU-Homepage gesehen habe) könnte es passen. Ob die Anschlüsse stimmen, weiß ich leider nicht.
Das mit der Größe kommt mir auch so vor. Die Anschlüsse müßte man rausmessen können. (+ und – vom Accu sollten ja an den Pins anliegen)
Wäre jetzt nur noch die Frage ob so ein Teil noch irgendwo rumgeistert und vor allem noch zu erwerben ist.
Für Hilfe und Antworten in dieser Richtung wäre ich sehr dankbar.
(Mein Projekt ist folgendes: Möchte meinen GT120 an mein Motorrad montieren und hätte mittels der Dockingstation zum Einen einen guten Halter und zum Anderen gleich eine Spannungsversorgung und wäre somit Accu-Unabhängig.)
lg Helmut