Wer mit mehreren Twitter-Accounts arbeitet, hat sich vielleicht schon gewünscht, diese Accounts leichter verwalten zu können. Oder es kam der Wunsch auf, einen Tweet an mehre Twitter-Accounts zu schicken.
Es gibt momentan nicht viele Möglichkeiten, Twitter-Accounts zu verwalten. Ich möchte einmal die drei momentan wichtigsten Dienste vorstellen: brightkit, Splitweets und EasyTweets.
brightkit
Der englischsprachige Dienst ist bestens geeignet, um mehrere Twitter-Accounts zu verwalten. Als einziger von den hier vorgestellten Diensten ist es bei brightkit nicht möglich, einen Tweet über mehrere Twitter-Accounts gleichzeitig zu senden. Pro Account können mehrere Tweets – auf Wunsch zu einer bestimmten Zeit – abgesendet werden, über deren erfolgreiche Zustellung via E-Mail (auch wieder auf Wunsch) informiert wird. Jedem brightkit-Konto lassen sich mehrere Autoren und Administratoren zuweisen. Das ist dann hilfreich, wenn mehrere Leute den oder die Twitter-Accounts füllen sollen. Wenn der eingebaute URL-Verkürzungsdienst verwendet wird, können auch die Hits auf die jeweiligen Links angezeigt werden. Auch über mehrere Wochen und Monate hinweg.
Ansonsten bietet brightkit alle von Twitter selbst gewohnten Features wie Directmessages, Replies, die erwähnte Statistik. Die Timeline wird für jeden Account einzeln angezeigt. Eine umfangreiche Suche, deren Abfragen sich speichern lassen, rundet den Dienst ab.
Brightkit ist momentan Beta und in der Betaphase kostenlos. Neues zu brightkit gibts auf dem dazugehörigen Blog.
Splitweet
Splitweet hat als einziger Dienst eine deutschsprachige Oberfläche. Das Konzept ist etwas anders als bei brightkit. Der Schwerpunkt hier liegt auf dem gleichzeitigen Versenden über mehrere Twitter-Accounts. Dazu können diese direkt neben der Eingabemaske angehakt werden. Ein automatisches Kürzen von URLs gibt es nicht, d.h. der Link muss vorher durch beispielsweise tinyurl gejagt werden. Immerhin wird Text, der länger als 140 Zeichen ist, einfach abgeschnitten. So kann man ziemlich genau sehen, was zuviel ist.
Wie auch brightkit bietet auch splitweet die üblichen Twitterfeatures. Im Gegensatz zu brightkit (und auch Twitter) wird die Timeline für alle Twitter-Accounts zusammen angezeigt und kann automatisch aktualisiert werden. Das ist auch voreingestellt. Bei jedem neuen Tweet ertönt ein Ton, den man aber abstellen kann- Eine Suchfunktion ist vorhanden, allerdings nicht ganz so ausgefeilt wie bei brightkit. Die Suche heisst bei Splitweet “Produkte” uns spricht damit Firmen an, die nach ihren Produkten suchen können. Es können mehrere dieser Produkte angelegt werden, deren Ergebnis dann in der Sidebar rechts sichtbar ist.
Splitweet ist kostenlos und auch hier gibt es ein Blog mit Neuigkeiten zum Projekt. Ob Splitweet irgendwann kostenpflichtig wird, kann ich allerdings nicht sagen.
easyTweets
Das englischsprachige EasyTweets ist momentan noch sehr Beta, was sich an einigen Fehlermeldungen bemerkbar macht, die hie und da auftauchen. Vorallem immer dann, wenn es noch keine Daten vom jeweiligen Twitter-Account gibt. Bei EasyTweet wird man beim Anmelden auch gleich draufhin gewiesen, dass der Dienst eigentlich kostenpflichtig ist. So können auch nur drei Twitteraccounts angelegt werden und die Suchfunktion ist überhaupt nur bei den kostenpflichtigen Accounts freigeschaltet.
Dennoch gibt es bei EasyTweets ein paar Dinge, die ihn von den beiden oben genannten Diensten unterscheiden. Zum Beispiel können mit EasyTweet mehrere RSS-Feeds verwaltet werden, deren Einträge über den jeweiligen Twitter-Account gepostet werden. Für direkte Tweets, die über die Weboberfläche gesendet werden, kann eingestellt werden, ob sich der Dienst als “easytweet” oder “web” ausgibt.
Ansonsten bietet Easy Tweet im Grunde die gleichen Funktionen wie Twitter und auch die anderen beiden Dienste.
Fazit:
Insgesamt nehmen sich alle drei Multi-Account-Manager nicht viel. Sie bieten im Wesentlichen die Funktionalität, die auch Twitter bietet und noch einiges mehr. Bei allen Diensten fehlen mir Funktionen von den anderen. Die Übersichtlichkeit von Splitweet gepaart mit dem Funktionsumfang von brightkit würde mir gefallen. Bei EasyTweets schreckt mich die rigide Beschränkung des Testzugangs ab, auch vom Look & Feel sagt dieser Dienst mir nicht ganz zu.
Ich denke, dass noch einige Zeit ins Land gehen wird und wenn auch Twitter bekannter wird (und wie es laut FAZ aussieht, wird es das massiv), werden diese Dienste immer ausgefeiltere Funktionen bieten. Trotzdem ist ein Anfang gemacht und der sieht für mich recht vielversprechend aus.









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