Samstag, 20. Februar 2010
Mein Freund Manfred, der ja neben der “Schdulle” auch noch den Sturkopf betreibt, bei dem er seine persönlichen Erfahrungen mit der ein oder anderen Firma schildert ist nun wegen dieser persönlichen und freien Meinungsäußerung von einer der dort besprochenen Firmen abgemahnt worden. Natürlich ist es niemand, dem großes Lob gebührt. Im Gegenteil.
Es geht in dem schon älteren Blogbeitrag „You Can – we dont want it! – Ein Kopiermärchen“, kurz gesagt, darum, dass sich Manfred über die Preise der Fa. Penzel aus Memmingen aufgeregt, seinen berühmten “Kack-Award” verliehen und zudem die positiven Erfahrungen mit einem Mitbewerber geschildert hat.
Die eleganteste Lösung für die Fa. Penzel wäre in meinen Augen gewesen, wenn sie sich kurz mit Manfred in Verbindung gesetzt hätte (Impressum und Kommentarfunktion gibt es ja) und die Sache so geregelt hätte. Wie ich Manfred kenne, wäre vermutlich auch noch ein positiverer Artikel im Sturkopf rausgesprungen, der gezeigt hätte, dass sie mit Kritik umgehen können.
Aber nein, sie haben die Keule ausgepackt und Manfred eine Unterlassungserklärung, verbunden mit einer Rechnung über 800 €, geschickt. Und damit gezeigt, dass sie — oder ihre Anwälte — die Mechanismen des Webs nicht verstanden haben. Nun aber werden sie vermutlich all die Publicity bekommen, die sie nicht haben wollten. Und jedem, der davon gehört hat, wird die Fa. Penzel in Erinnerung bleiben, wenn er mal nach Memmingen kommt. Ob mit einem schalen Beigeschmack wie jüngst bei Jack Wolfskin oder Jako wird sich zeigen.